Ganztagsseminar in Leipzig, veranstaltet von Quetzal Leipzig e.V. unter Mitwirkung des Öku-Büros. Mit 7 Vorträgen zwischen Wissenschaft und Aktivismus.
25 Jahre Nord-Süd-Forum München – braucht es da nicht eine Pause? Einen Moment um inne zu halten, zurück zu schauen, von wo aus man gestartet ist, was erreicht wurde und was nicht. Einen Moment, um im Spiegel der Ereignisse eines Vierteljahrhunderts frühere Motivationen und Ziele Revue passieren zu lassen und mit der eigenen entwicklungspolitischen Praxis zu vergleichen.
"Mexiko: Für die Befreiung der Gesellschaft".
Die FLN und die „Liste von Ocosingo“. Geschichte einer Schande.
Das Massaker der mexikanischen Regierung an über 400 linksgerichteten Studierenden vom 2. Oktober 1968 markierte eine Zäsur in der politischen Geschichte Mexikos. Viele emanzipatorisch orientierte Oppositionelle sahen danach keine Möglichkeit mehr, auf legalem Weg Einfluss auf die autoritäre Politik des Landes zu nehmen. Es gründeten sich unterschiedliche klandestine Gruppen, darunter die „Kräfte zur nationalen Befreiung“ (span.: Fuerzas de Liberación Nacional – FLN).
Justicia Negada ist ein Bühnenstück der aus Ciudad Juárez stammenden mexikanischen Schauspielerin und Regisseurin Perla de la Rosa. Es greift die Thematik der Frauenmorde (Feminizide) auf, die seit den 1990-Jahren in der Grenzregion im Norden Mexikos eine traurige Realität darstellen. Ausgehend von dem Fall „Campo-Algodonero gegen Mexiko“, der 2009 vor dem Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte behandelt wurde, kommen in dem Stück vor allem die Mütter der Opfer zur Sprache.
An diesem Wochenende laden wir neu eingestiegene Aktive und Interessierte ein, die Arbeit des Ökumenischen Büros und ihre Hintergründe kennen zu lernen. Inhaltlicher Schwerpunkt wird ein Input zum Thema Bergbau und Minenkonflikte in Lateinamerika sein.
Treffen mit Francisco Javier Cortes Guanga, Vertreter der Awá-Ethnie, wer sich dazu entschlossen hat, eine Rundreise zu ermöglichen, um ihre kritischen Situation zu begegnen. In den vergangenen drei Jahren wurden 51 Menschen ermordet und acht Mitglieder der Awá als verschwunden gemeldet. Ebenso werden die Territorien der Awá stark beschädigt: Durch den Einsatz von Antipersonenminen, ausfließendem Erdöl und der chemischen Vernichtung der Koka-Pflanzen werden schwere Umweltzerstörungen verursacht und Familien zum Verlassen ihrer Gebiete gezwungen. Ziel des Besuchs ist es, die Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen im Gebiet der Awá europaweit bekannt zu machen und einen internationalen Prozess zur Kontrolle der Regierungsaktionen zu initiieren. Mit den Treffen und Veranstaltungen setzten wir daran an, Netzwerke zur Unterstützung der Awá zu knüpfen.
Die entwicklungspolitische Fachtagung, welche die Landeshauptstadt München und das Nord Süd Forum München e.V. gemeinsam alle zwei Jahre veranstalten, bietet entwicklungspolitisch engagierten Münchnerinnen und Münchnern eine Plattform zum Erfahrungsaustausch über ihre Projektarbeit. Die These 12 der Qualitätsstandards für Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit, „Jedes Projekt soll auch die Bekämpfung der Ursachen im Auge behalten“ steht im Fokus der kommenden Veranstaltung.
Seit etwa einem Jahr bestehen Bestrebungen, die Vielzahl der zu Zentralamerika arbeitenden Organisationen und Gruppen in Deutschland besser zu koordinieren, um Themen, die die ganze Region betreffen, sinnvoller bearbeiten zu können.
Ein erster Schritt ist nun gemacht: Wir laden ein zu einer Tagung, auf der neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem länderübergreifenden Thema "Kriminalisierung sozialer Bewegungen" die Idee des "Runden Tisch Zentralamerika" vorgestellt und zur weiteren Beteiligung eingeladen werden soll.
Anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte laden wir zu Vorträgen und Diskussion ein:
"Wenn der Staat keinen Schutz gewährt... Rechtsstaatlichkeit unter Beobachtung in Guatemala, Honduras und Mexiko"
Datum: Dienstag, 10. Dezember 2013, 18 Uhr
Ort: Stuttgart, Haus der Katholischen Kirche, Königstraße 7, Veronika-Saal, 1.OG
Mi.4.12.
Kafe Marat
Thalkirchnerstraße 102
20:30 Uhr.
WENN DAS LAND ZUR WARE WIRD Die Zerstörung der Lebensgrundlagen der indigenen Bevölkerung in Südmexiko (Dokumentarfilm BRD/MEX 2013 - 71 min.)
Produktion: Dorit Siemers, Luz Kerkeling Zwischenzeit e.V. http://www.zwischenzeit-muenster.de
Filmvorführung und Diskussion mit Luz Kerkeling.
Kolumbien: zwischen Krieg und der Hoffnung auf Frieden.
Veranstaltungsreihe - Zweite Veranstaltung
Während im ersten Treffen die historischen Wurzeln und strukturellen Ursachen des Konfliktes sowie verschiedene Formen von Menschenrechtsverbrechen behandelt wurden, konzentriert sich die zweite Veranstaltung vor allem auf den Friedensprozess mit den Paramilitärs und die mit ihm einhergehenden Reparationsmaßnahmen für die Opfer dieser bewaffneten Gruppe. In der zweiten Hälfte der Veranstaltung wollen wir die ökonomischen Hindernisse für eine nachhaltige Friedenskonstruktion beleuchten und diskutieren. Schließlich ist ein Workshop geplant, in dem wir uns mit der Frage auseinandersetzen werden, wie wir als Arbeitsgruppe langfristig einen Beitrag zur Friedenskonstruktion und zur Verbesserung der Menschenrechtslage in Kolumbien leisten können.
Vor kurzem wurde das umstrittene Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union und Zentralamerika ratifiziert und das von den USA forcierte Gesetz über Public Private Partnership in El Salvador verabschiedet. Deshalb liegt der thematische Schwerpunkt dieses Jahr auf der Frage nach wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Spielräumen El Salvadors zwischen Freihandel, Dollarisierung und Privatisierung. Mit unseren Gästen Roger Blandino Nerio, Ex-Bürgermeister der zu Groß-San Salvador gehörenden Stadt Mejicanos, in der FMLN für soziale Bewegungen zuständig, und Saúl Baños, Leiter der Abteilung für wirtschaftliche, soziale, kulturelle und Umweltrecht bei der Menschenrechtsorganisation FESPAD, wollen wir den ökonomischen und politischen Einfluss Europas in El Salvador erforschen, die genannten Vertragswerke analysieren und der Frage nach den zukünftigen Spielräumen für Politik und Gesellschaft nachgehen.
Zwei Gäste aus El Salvador,Saúl Baños von der Menschenrechtsorganisation FESPAD und Roger Blandino von der Regierungspartei FMLN referieren in neun Städten zum Thema "Das Assoziierungsabkommen zwischen der Europäsichen Union und Zentralamerika –
Entwicklungsalternativen für El Salvador?" Pupusas sind das Nationalgericht El Salvadors. Erobern die mit Bohnenmus, Käse oder Schweineschwarte gefüllten, leckeren Maisfladen dank neuer Abkommen nun bald die europäischen Supermärkte? Und würde das den vielen kleinen Familienbetrieben, in denen die Pupusas gebacken werden, wirklich etwas nützen?